Evangelische Kirchengemeinde Waldkirche Planegg/Krailling


Die Waldkirche von innen

Als Theodor Fischer 1925 trotz seines hohen Alters doch noch den Auftrag für diesen Kirchenneubau in Planegg übernahm, erfüllte er sich einen langgehegten Wunsch:
"Eigentlich wollte ich schon lange eine Kirche gestalten, die dem evangelischen Begriff von Kirche entspricht.- Keine Trennung von Geistlichen und Laien. Wenn der Altar der Tisch des Herrn ist, so darf die Gemeinde sich rund um diesen Tisch versammeln, und als eine wahre Tischgemeinschaft auch räumlich zusammengeschlossen sein."

Dieser Idee folgte Fischer konsequent, als er den Gottesdienstraum der Waldkirche als einen amphitheatralisch vertieften, achteckigen Zentralbau anlegte und den schmucklosen Tischaltar in dessen Mitte stellte.

In vier Blöcken ordnete er die Kirchenbänke so an, dass sie den Altar als zentralen Ort des Sakraments und des Gebets umrahmen. Das hat zur Folge, dass sich die Gemeinde während des Gottesdienstes von Angesicht zu Angesicht gegenübersitzt.

Von drei Seiten kann der Besucher den Kirchenraum betreten und jeweils durch den Gang zwischen den Gestühlblöcken über sechs Stufen zum Altar hinabsteigen. Die vierte Seite im Osten ist ganz der Kanzel, sowie auf der Empore darüber dem Trinitätssymbol und der Orgel vorbehalten.

Durch diesen zielgerichteten Aufbau gelang es Theodor Fischer die wichtigsten Ausstattungsstücke der Waldkirche symbolhaft zueinander in Beziehung zu setzen: Der Platz im Zentrum zeigt die Bedeutung des Altars als Mitte der Gemeinde.

Die Kanzel, Ort der Verkündigung des Wortes Gottes, hat einen leicht erhöhten Platz und stellt die Verbindung her zwischen dem Altar und dem Gekreuzigten, bzw. dem Dreieinigkeitssymbol, das die höchste Stelle einnimmt.


Die Waldkirche von außen

Der Emporenschmuck der Waldkirche